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Zusage: Land fördert Netzwerk „In|Die RegionRuhr“

Vernetzung als Standortvorteil der regionalen Produktionswirtschaft

Herne, 04. Oktober 2011

In der Produktionswirtschaft werden Kooperationen immer wichtiger: Produzierende Unternehmen arbeiten eng mit Dienstleistern wie Ingenieurbüros und Forschungsinstituten zusammen, um am globalen Markt Erfolg zu haben. „Zu wissen, wo die geeigneten Partner in der eigenen Nachbarschaft zu finden sind, ist ein echter Standortvorteil“, sind sich die Wirtschaftsförderungen der Region Ruhr einig.

 

Die Arbeit der Netzwerkinitiative „In|Die RegionRuhr“ kann jetzt aktiv beginnen – mit einem bewilligten Projektvolumen von rund 600.000 Euro aus Fördermitteln des Landes NRW. Hiermit wollen die Wirtschaftsförderungen, Handwerkskammer sowie Industrie- und Handelskammern der Region Dortmund, Bochum, Hagen, Herne und des Ennepe-Ruhr-Kreises gezielt Unternehmen und Hochschulen miteinander verbinden und das Profil der Region als innovativer Produktions- und Dienstleistungsstandort stärken. „Besonders für eine Stadt wie Herne ohne eigene Hochschuleinrichtung ist es wichtig, gezielt Unternehmen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Kontakt zu bringen“, weiß Dr. Joachim Grollmann, Geschäftsführer der WFG Herne.

Ob Global Player oder Spezialanbieter: Mit mehr als 3.000 Unternehmen und 160.000 Mitarbeitern stellt die Region Ruhr einen bedeutenden Produktionsstandort dar. Die produzierende Industrie, passende Dienstleister und Hochschulen sollen über das neue Netzwerk zueinander finden. „In|Die RegionRuhr geht über die kommunalen und Kammer-Grenzen hinaus“, erläutert Frank Grützenbach von der Wirtschaftsförderung Dortmund, der die Initiative betreut. Zudem hat sich das Projekt die Nachfrageorientierung auf die Fahnen geschrieben: der Bedarf der Unternehmen wird erkundet und direkt in die Hochschulen der Region getragen.

Das 2008 gegründete Netzwerk hat bisher themenspezifische Branchentreffen, gemeinsame Messeauftritte und Unternehmerreisen organisiert. Mit den bewilligten Fördermitteln können nun weitere Vorhaben anlaufen. „Zunächst geht es darum, die Unternehmen ins Boot zu holen“, erläutert Grützenbach. „Dann starten die Projekte, mit denen wir gezielt Wirtschaft und Wissenschaft miteinander verbinden, Innovationen anstoßen, neue Märkte erschließen und Kooperationen fördern können.“

In Herne ist ein solcher Ansatz nicht neu: „Die Initiative ergänzt hervorragend unser bereits seit einigen Jahren erfolgreich laufendes Projekt „TASK FORCE Industrielle Produktion“, eine Initiative der WFG Herne, aus der inzwischen ein gut funktionierendes Netzwerk von Herner Unternehmen und der Hochschule Bochum geworden ist. Die TASK FORCE entwickelt thematische Schwerpunkte für die gemeinsame Arbeit zu den Themen Fertigungsverfahren, Ausbildung und Internationalisierung.

Im Rahmen des Projekts In|Die RegionRuhr legt Dr. Grollmann besonderes Gewicht auf das Thema „duales Studium“. „Von einer Weiterentwicklung könnten eine ganze Reihe von Herner Unternehmen profitieren. Theorie und Praxis müssen noch stärker verquickt und so kombiniert werden, dass Studierende und Unternehmen gleichermaßen davon profitieren.“

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